selbst und ständig
März 2009
Anke Burmester, Floristin aus Heide
Anke Burmester

Kreativ sein, Ideen entwickeln und diese in Sträußen und Blumengestecken umzusetzen: Das ist so ganz die Sache von Anke Burmester. Sechs Jahre war die Floristin als Angestellte im Blumenhaus Gosch in der Heider Friedrichstraße tätig. Am 15. Januar dieses Jahres übernahm sie das Geschäft. Erfahrung genug bringt sie mit: Immerhin übt sie ihren Beruf schon seit rund 30 Jahren aus.

"Eigentlich hatte ich schon seit Jahren im Hinterkopf, mich selbständig zu machen", erzählt sie. Doch so einfach war es nicht, einen günstigen Standort zu finden. Dann ergab es sich, das Blumengeschäft mitten auf der Haupteinkaufsstraße in Heide zu übernehmen. Anke Burmester ergriff die Gelegenheit beim Schopf - bereitete sich aber gründlich auf die Selbständigkeit vor. Sie besuchte ein Existenzgründerseminar an der WAK in Meldorf und ließ sich von der Industrie- und Handelskammer (IHK) beraten. "Ich wollte sicher sein, dass auch alles gut läuft." Ihr großer Vorteil ist zum einen die Lage des Geschäfts und zum anderen, dass die Kunden sie und ihre Arbeit gut kennen.

Zu ihrem Beruf kam Anke Burmester mehr durch Zufall. Ursprünglich wollte sie Goldschmiedin werden. Als es während ihrer Schulzeit darum ging, ein Berufspraktikum zu machen, gab es in diesem Bereich keine Plätze. Stattdessen machte sie ein Praktikum in einem Blumengeschäft. Damit war dann auch klar, dass sie eine Ausbildung zur Floristin antreten würde. Eben auch ein kreativer Beruf.

Ihr macht es vor allem Spaß, Jahreszeiten gemäß floristische Ideen zu entwickeln oder auch einfach mal floristische Spielereien auszuprobieren. Ein Blick in ihren Blumenladen zeigt dies deutlich - nicht nur jetzt im Frühling. Doch zur Geschäftsführung gehört natürlich noch viel mehr als Blumen und Pflanzen ansprechend zu präsentieren - nämlich Einkauf, Kalkulation und Buchführung, daneben Pflanzenpflege (auch mit Tipps für die Kunden) und Lieferservice. Das Blumenhaus bietet zudem Seidenfloristik, Wohnaccessoires, Braut- und Trauerfloristik.

Mit einem achtstündigen Arbeitstag ist es für die Floristin, die lediglich eine Aushilfe beschäftigt, nicht getan. Geschäftszeiten sind von 8 bis 18 Uhr. Abends müssen unter anderem die Bestellungen vorbereitet werden. Vor 20 Uhr hat Anke Burmester selten Feierabend. Und das an sechs Tagen in der Woche. "Allerdings erlaube ich mir den Luxus, sonntags nicht zu öffnen", erzählt sie. Für einen späteren Zeitpunkt erwägt sie, zudem hin und wieder zum Hamburger Großmarkt zu fahren - was aber bedeutet, morgens um 4 Uhr los zu müssen. Der Großmarkt würde jedoch die Möglichkeit bieten, neue Ideen zu sammeln und sich ein Bild davon zu machen, was es an außergewöhnlichen Pflanzen und Blumen gibt.

Trotz dieser beruflichen Anspannung bleibt der Heider Geschäftsfrau noch Zeit für ihre vielfältigen Hobbys - natürlich alle im kreativen Bereich: Töpfern, Schweißen, Fliesen a la Hundertwasser und Gartenarbeit. Außerdem liest sie gern. Aber diese gestalterische Beschäftigung kommt auch immer ein wenig ihrem Geschäft zugute.

Anke Burmester
Blumenhaus Gosch

25746 Heide
Telefon: 0481/62665